Limits of Lean Thinking – Herausforderung an moderne Produktionssysteme

von Raphael Bleck am 25. April 2015

In dieser Woche hatten 15 Mitglieder der LeanIng Hochschulgruppe die Möglichkeit an der Veranstaltung „Experten im Dialog: Limits of Lean Thinking“ teilzunehmen. Die vom Netzwerk Industrie RuhrOst (NIRO) ausgerichtete Veranstaltung sollte die Einsatzgrenzen der herkömmlichen Lean Methoden näher beleuchten.

Den Auftakt am Mittwoch bildete ein Vortag in Unna, bei dem Prof. Dr.-Ing. Jochen Deuse und Peter Willats, Gastwissenschaftler am Institut für Produktionssysteme der TU Dortmund, das Thema Variabilität im Wertstrom anschaulich aufzeigten. Bei steigender Variabilität der Produktion sind viele Lean Methoden des klassischen Toyota Produktionssystems nur noch bedingt anwendbar. Anhand von vier Beispielen wurden nun alternative Konzepte präsentiert, um Bereiche wie Auftragsabwicklung und Produktionsflussrealisierung zu optimieren. Beim anschließenden Imbiss gab es die Möglichkeit für alle Beteiligten zum gegenseitigen Meinungsaustausch.

Der zweite Teil der Veranstaltung bestand aus einer Simulation im IPS Training Centre an der TU Dortmund am Donnerstag. Nach einer kurzen Einleitung zum Thema Warteschlangentheorie wurde über sechs Spielrunden der Effekt von aufkommender Variabilität im Wertstrom veranschaulicht. Die Variation von Auslastung und Prozesszeiten machte die Problematik von Variabilität allen Beteiligten schnell deutlich.

Wir möchten uns für die Einladung zur Teilnahme und die neu gewonnenen Eindrücke herzlich bedanken!

In diesem Sinne: “Don’t limit lean thinking by your thinking!”

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